Fest der Hll. Erzengel Michael, Gabriel, Raphael


Buch der Offenbarung 12,7-12a.


Im Himmel entbrannte ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften,
aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel.
Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen.
Da hörte ich eine laute Stimme im Himmel rufen: Jetzt ist er da, der rettende Sieg, die Macht und die Herrschaft unseres Gottes und die Vollmacht seines Gesalbten; denn gestürzt wurde der Ankläger unserer Brüder, der sie bei Tag und bei Nacht vor unserem Gott verklagte.
Sie haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch ihr Wort und Zeugnis; sie hielten ihr Leben nicht fest, bis hinein in den Tod.
Darum jubelt, ihr Himmel und alle, die darin wohnen.


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Aus dem Heiligen Evangelium nach Johannes - Joh 1,47-51.


In jener Zeit sah Jesus Natanaël auf sich zukommen und sagte über ihn: Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit.
Natanaël fragte ihn: Woher kennst du mich? Jesus antwortete ihm: Schon bevor dich Philippus rief, habe ich dich unter dem Feigenbaum gesehen.
Natanaël antwortete ihm: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der König von Israel!
Jesus antwortete ihm: Du glaubst, weil ich dir sagte, dass ich dich unter dem Feigenbaum sah? Du wirst noch Größeres sehen.
Und er sprach zu ihm: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet den Himmel geöffnet und die Engel Gottes auf- und niedersteigen sehen über dem Menschensohn.


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„Lobt den Herrn, ihr seine Engel […], all seine Scharen, seine Diener, die seinen Willen vollziehen“ (Ps 103(102),20–21)

Hl. Bernhard von Clairvaux (1091-1153), Zisterziensermönch und Kirchenlehrer

Wir feiern heute das Fest der heiligen Engel. […] Doch was können wir über diese himmlischen Geister sagen? Dies ist unser Glaube: Wir glauben, dass sie sich der Gegenwart und der Schau Gottes erfreuen, dass sie eine Glückseligkeit ohne Ende genießen, jene Güter des Herrn also, die „kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, und die in keines Menschen Sinn gekommen sind“ (vgl. 1 Kor 2,9). Was kann ein einfacher Sterblicher darüber zu anderen Sterblichen sagen, unfähig, wie er ist, solche Dinge zu begreifen? […] Wenn es auch unmöglich ist, über die Herrlichkeit der heiligen Engel bei Gott zu sprechen, können wir zumindest über die Freundlichkeit und Liebe sprechen, die sie uns gegenüber an den Tag legen, denn sie sind nicht nur mit einer unvergleichlichen Würde ausgestattet, sondern auch mit einer Dienstbereitschaft voller Güte. […] Wenn wir ihre Herrlichkeit auch nicht begreifen können, so halten wir uns umso mehr an die Barmherzigkeit, mit der diese Gott so nahestehenden Wesen erfüllt sind, diese Himmelsbürger und Fürsten des Paradieses.

Der Apostel Paulus selbst, der mit eigenen Augen den himmlischen Hof geschaut hat, und seine Geheimnisse kannte (vgl. 2 Kor 12,2), bezeugt uns, dass „sie alle dienende Geister sind, ausgesandt, um denen zu helfen, die das Heil erben sollen“ (vgl. Hebr 1,14). Seht darin nichts Unerhörtes, denn der Schöpfer, der König der Engel selbst „ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele“ (Mk 10,45). Welcher Engel würde also einen solchen Dienst verschmähen, worin ihm derjenige zuvorgekommen ist, dem die Engel im Himmel mit Eifer und Freude dienen!




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